Home » Warum Omega-3 nur wirkt, wenn es stabil bleibt.
Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA gelten als wahre Alleskönner für Herz, Gehirn, Entzündungsregulation und Zellgesundheit. Gleichzeitig sind sie chemisch gesehen extrem empfindlich, weil sie viele Doppelbindungen besitzen. Diese machen sie sehr anfällig für Oxidation, was ihre Wirkung nicht nur abschwächen, sondern potenziell belastend wirken kann.
Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigt und reagieren leicht mit:
• Sauerstoff
• Licht
• freien Radikalen
• Metallionen (z. B. Eisen)
Diese Reaktion führt zur Bildung von:
• Lipidperoxiden
• Aldehyden
• anderen reaktiven Oxidationsprodukten
Im Körper wie auch im Nahrungsergänzungsmittel kann diese Oxidation entstehen – und beeinflusst:
✔️ Wirksamkeit
✔️ Verträglichkeit
✔️ sensorische Qualität (Geruch/Geschmack)
❌ Sicherheit und Nutzen können leiden
In der Omega-3-Branche wird oft der TOTox-Wert (Total Oxidation Value) als Qualitätsgarant genannt.
Er setzt sich zusammen aus:
Peroxidwert (PV) – misst primäre Oxidation
Anisidinwert (AV) – misst sekundäre Oxidationsprodukte
➡️ TOTox = 2 × PV + AV
Während niedrige Werte auf geringe Oxidation in einer Probe hindeuten, gilt:
👉 TOTox ist nur eine Momentaufnahme im Labor, nicht aber ein Maß für:
• Stabilität nach Öffnung
• Oxidation im Verdauungstrakt oder Blut
• biologische Wirkung
https://en.sensilia.com/omega-3-totox-guide-qualite/?utm_source=chatgpt.com
Studien an kommerziellen Omega-3-Supplementen finden häufig Werte über empfohlenen Grenzen (z. B. GOED: ≤ 26), besonders bei aromatisierten Produkten – was zeigt, dass allein auf diese Kennzahl zu vertrauen irreführend sein kann.
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Die Rancimat-Methode ist ein wissenschaftlicher Ansatz, um die oxidative Stabilität von PUFA-reichen Ölen zu vergleichen, indem man die Zeit bis zur Oxidation unter beschleunigten Bedingungen misst.
Rancimat-Induktionszeiten geben einen Hinweis darauf, wie gut ein Öl gegen Oxidation geschützt ist.
Beispielsweise zeigt die Forschung, dass Omega-3-reiche Öle ohne zusätzliche Antioxidantien nur wenige Stunden induktive Stabilität aufweisen können .
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28100886/
Solche Tests belegen:
✔️ Oxidation ist eine reale und messbare Herausforderung
✔️ Unterschiedliche Schutzsysteme verlängern die Stabilität erheblich.
https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsomega.3c09584?utm_source=chatgpt.com
Vitamin E (α-Tocopherol) ist ein klassisches, lipidlösliches Antioxidans. Es wirkt, indem es freie Radikale abfängt, bevor sie Fettsäuren weiter schädigen.
Aber:
• Vitamin E wirkt erst nach Beginn der Oxidation – es verzögert, stoppt sie aber nicht grundsätzlich.
• Die Schutzwirkung hängt von Regenerationsmechanismen ab, die allein ohne Cofaktoren schnell erschöpft sind.
• Studien zeigen, dass Vitamin E in Kombination mit anderen Stoffen stabilisierend wirkt, aber allein oft nicht ausreicht .
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31927203/
→ Zusammengefasst:
Vitamin E ist ein hilfreicher Bremser, aber kein umfassender Schutzmechanismus.
Im Gegensatz zu Vitamin E greifen Polyphenole früher im oxidativen Prozess ein. Sie wirken auf mehreren Ebenen:
✔️ Metallionen-Chelation: sie binden Eisen/Cu²⁺, die Oxidation katalysieren
✔️ Radikalfänger: fangen freie Radikale bereits am Startpunkt ab
✔️ Regeneration von Vitamin E: sie regen antioxidative Netzwerke an
✔️ Entzündungsmodulation: sie fördern die Bildung von antiinflammatorischen Mediatoren wie Resolvinen und Neuroprotectinen.
Studien mit Antioxidantienkombinationen (einschließlich Polyphenolen) zeigen, dass diese die oxidative Stabilität von DHA-Ölen mehrfach verlängern können und längerfristigen Schutz bieten als einzelne Antioxidantien allein .
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31927203/
→ Fazit: Polyphenole kombinieren Frühschutz, Radikalfang und metabolischen Effekt – stärker als Vitamin E allein.
Grafik von Gerd Peratschek Vortrag
Ein weiterer zentraler Punkt: Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren konkurrieren um dieselben Enzyme im Stoffwechsel:
• COX
• LOX
• Desaturasen
Ein Übermaß an Omega-6 (z. B. Linolsäure in Sonnenblumenöl) führt dazu:
✔️ Omega-3 wird weniger effizient in wirksame Mediatoren umgewandelt
✔️ Entzündungsprozesse werden tendenziell stärker gefördert
Das bedeutet:
Ein Omega-3-Produkt mit hohem Anteil an Omega-6 ist kontraproduktiv – es blockiert partielle Omega-3-Wirkmechanismen und fördert Oxidationsdruck.
Einige wissenschaftliche Analysen zeigen, dass viele gängige Omega-3-Supplemente bei Tests über Oxidationsschwellen liegen, besonders wenn sie aromatisiert oder schlecht geschützt sind. Viele überschreiten PV, AV und TOTOX-Grenzwerte, was die Frage der tatsächlichen Frische und Wirkung aufwirft.
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Omega-3-Fettsäuren sind zwar gesundheitsförderlich, können aber durch Oxidation an Wirksamkeit verlieren oder sogar belastende Effekte entwickeln, wenn sie nicht gut geschützt sind.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
✔️ TOTox ist kein endgültiger Qualitätsbeweis, sondern ein begrenzter Indikator.
✔️ Vitamin E allein reicht nicht aus, um Oxidation nachhaltig zu verhindern.
✔️ Polyphenole bieten einen breiteren Schutz – chemisch und metabolisch.
✔️ Omega-6-reiche Zusatzstoffe wie Sonnenblumenöl hemmen Omega-3-Nutzen.
Für echte Wirkung braucht Omega-3:
➡️ Schutz schon beim Transport im Körper
➡️ antioxidative Systeme vor Oxidation
➡️ metabolische Unterstützung zur Bildung von entzündungsauflösenden Mediatoren.
Hier bekommt Ihr ein hochwertiges Omega 3 Öl aus Fisch- oder Algenöl:
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